Der Zaunkönig

In der kalten Jahreszeit halten sich Zaunkönige gerne an den Rändern von Gewässern auf. 
 
Am liebsten wohnt der Zaunkönig in Gärten oder Wäldern mit viel Gestrüpp – Hauptsache es herrscht keine penible Ordnung. Flink wie eine Maus huscht er durch das bodennahe Geäst. Mit acht Gramm zählt er zu den Federgewichten unter unseren heimischen Vögeln. Seinem Selbstbewusstsein tut das keinen Abbruch: Mit gestelztem Schwanz und gewaltiger Stimme schmettert er seinen Reviergesang. Fühlt er sich gestört, rattert er einen eindringlichen Warnruf.
 
Kälte setzt ihm zu
 
Doch wie so oft verbirgt sich hinter einer harten Schale ein weicher Kern. Im eisigen Winter kehrt der Zaunkönig seine sensible Seite heraus. Für den kleinen, warmblütigen Vogel wird eine starke Abkühlung schnell bedrohlich. In kalten Nächten drängt sich der Zaunkönig deshalb mit bis zu 20 Artgenossen in eine Baumhöhle oder einen Nistkasten. Durch das Gruppenkuscheln minimiert er Wärmeverluste. Denn wenn es ums Überleben geht, bricht sich selbst ein König freiwillig einen kleinen Zacken aus der Krone.
 
Winterfütterung
 
Als Insektenfresser kann man ihn mit Weichfutter unterstützen, wobei Mehlwürmer besonders dankend angenommen werden. 


Foto: Peashooter  / pixelio.de

 
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