Zimmerpflanzen vermehren

Binsenkaktus LWG
Binsenkaktus LWG

Genügsame Pflanzen wie Efeutute und Binsenkaktus lassen sich jetzt leicht vermehren. 
 
 
Erde und Gefäße
 
Bereiten Sie für alle Vermehrungsarten Gefäße mit Vermehrungserde vor. Vermehrungserde ist locker, frei von Schadorganismen und enthält wenig Nährstoffe. Verwenden Sie in keinem Fall Balkonerde vom vergangenen Sommer. Sie könnte unliebsame Überraschungen bereithalten.
 
Für Efeutute und Binsenkaktus können Sie gereinigte Töpfe mit 10 bis 13 cm Durchmesser verwenden. Es eignen sich aber auch Kunststoffverpackungen von Obst und Gemüse mit Deckel, die Sie sogar auf der Fensterbank stapeln können. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Gefäße Bodenlöcher aufweisen, damit Gießwasser abfließen kann.
 
Efeutute (Epipremnum aureum) durch Teilstecklinge vermehren
 
Sie ist eine der genügsamsten Zimmerpflanzen. Sie kommt mit schlechten Lichtverhältnissen aus und verzeiht so manchen Gießfehler. In den Wintermonaten ist sie kaum gewachsen oder hat auf der Suche nach Licht nur spärliche Ranken gebildet.
 
Sie können die Ranken bis auf zwei oder drei Blätter abschneiden. Die Pflanzen treiben aus den Blattachsen wieder aus. Die Ranken schneiden Sie in Teilstücke mit je zwei bis drei Blättern. Schneiden Sie immer mindestens 3 mm unter einem Blattknoten. Doch vorab sollten Sie bedenken, dass die Teilstecklinge nur in der richtigen Wuchsrichtung auch schnell anwachsen. Da Sie bei Teilstecklingen, die keine Triebspitze mehr aufweisen, später die Wuchsrichtung nicht mehr gut erkennen können, sollten Sie die Stecklinge sofort nach dem Schnitt in die Erde bringen. Stecken Sie dicht, etwa 8 bis 12 Stecklinge in einen 10er bis 12er Topf, und drücken Sie die Stecklinge leicht an. So erhalten Sie später kräftige, kompakte Pflanzen. Gießen Sie die Stecklinge gut an.
 
Binsenkaktus (Rhipsalis ssp.)
 
Der Binsenkaktus ist ein wahrer Überlebenskünstler. Deshalb gibt es kaum eine andere Pflanze, die sich besser vermehren lässt. Ältere Pflanzen bilden sehr lange Triebe. Sie lassen sich beliebig kürzen. Das „Schnittgut“ können Sie in 8 bis 10 cm lange Stücke schneiden und dicht an dicht in Wuchsrichtung in die Töpfe stecken.
 
Der richtige Platz
 
Stellen Sie die Stecklinge an ein Fenster. Ost-, West- oder auch Nordfenster sind geeignet. Stehen die Stecklinge über einer Heizung, sollten Sie die wurzellosen Pflanzen mit einer Klarsichtfolie oder einer durchsichtigen Tüte vor dem Austrocknen schützen. Wird in dem Raum weniger stark geheizt, können Sie sogar auf eine Abdeckung verzichten. Kontrollieren Sie die Stecklinge in jedem Fall alle 2 bis 3 Tage. Nach etwas 2 bis 3 Wochen haben Efeutute und Binsenkaktus bereits Wurzeln gebildet.
 
Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie
 
Foto: Maja Dumat / pixelio.de
 
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