Zitronenfalter: zart und zäh

Zitronenfalter an Traubenhyazinthe
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Zitronenfalter zählen zu den wenigen Schmetterlingen, die den Winter im Freien verbringen. Wie machen die das? 

Mit dem ersten Zitronenfalter, der über den Beeten tanzt, beginnt für viele Gärtner offiziell der Frühling. Bis es soweit ist, vergehen bestimmt noch zwei Monate, aber mit etwas Glück entdeckt man die frischgelben Schmetterlinge schon jetzt: Wenngleich sie derzeit nicht so ausgelassen sind, wie an sonnigen März- und Apriltagen.

Geborgen im Schnee

Denn Zitronenfalter überwintern im Freien. Mit ihren dünnen Beinchen klammern sie sich monatelang an trockenes Laub im Unterholz, an Efeublätter oder nackte Zweige – meist wenige Zentimeter über dem Erdboden, um möglichst ein paar Mal eingeschneit zu werden. Schließlich kühlt es unter einer Schneedecke nie so stark ab wie außerhalb, weil die Luft zwischen den Eiskristallen isoliert.

Tiefer Gefrierpunkt

Ein weiterer Überwinterungs-Trick: Noch im Herbst schwitzen Zitronenfalter einen Teil ihrer Körperflüssigkeit bis auf ein Minimum aus. Den Rest reichern sie mit Glycerin
an. Dank dieses Frostschutzmittels gefriert das „Blut“ in ihren feinen Adern erst, wenn die Temperatur unter -20 °C sinkt.

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