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Zitruspflanzen pflegen – Krankheiten und Schädlinge

Nach dem Überwintern benötigen Zitruspflanzen unsere besondere Hinwendung, denn oft kommen sie mit Blessuren aus dem Winterlager. Sie verlieren Blätter, Äste sterben ab, Blätter sind eingerollt und Schädlinge haben sich eingestellt. Hier unsere Antworten auf Ihre Fragen rund um Zitruspflanzen.

Fleckige Zitronen an einer Kübelpflanze
Zitronenbäumchen im Kübel

Endlich dürfen die Zitrusbäumchen auf Balkon und Terrasse frische Luft schnappen. Wenn Sie in einer Weinbaugegend oder an der Küste wohnen, können Sie Zitronen, Orangen, Mandarinen und Kumquats ab Mitte bis Ende April ins Freie bringen. In den kühleren Ecken des Landes warten Sie lieber bis nach den Eisheiligen. Wenn die Zitronen dann im hellen Sonnenlicht stehen, stellt man oft fest: „Da stimmt etwas nicht, die sehen aber gar nicht gut aus!“ Was überhaupt kein Wunder ist, denn die Wachstumsbedingungen im Winterquartier sind nur selten einigermaßen gut. Es mangelt in jedem Fall an natürlichem Sonnenlicht.Zusätzlich ist es meistens zu warm oder zu kalt, und die richtige Gießwasser-Menge ist auch schwer zu bestimmen. Das schwächt die Pflanzen und so werden sie leichte Beute für Schadpilze und Schädlinge.

Folgende Symptome kommen bei Zitruspflanzen häufig vor:

Eingerollte und gelbe Blätter, matschige Wurzeln

Die jungen Blätter sind gelb, die Blattadern bleiben grün

Ursache: Eisenmangeldurch zu viel Kalk oder zu viel Phosph in der Erde.
Abhilfe: In neue Erde umtopfen, am besten in Spezialerde für Zitruspflanzen. Etwas Tongranulat unter die Erde mischen. Wenn möglich, nur mit Regenwasser und nach 6 Wochen wöchentlich mit phosphorarmen Zitrus-Düngern gießen. Bei starker Vergilbung die Blätter mit flüssige Eisendüngern besprühen.

Die Blätter sind eingerollt, viele abgefallen

Ursachen: Die Erde war zu trocken oder es war den Wurzeln an einem sonnigen Platz zu kalt.
Abhilfe: Je nach Ursache, mehr gießen oder den Topfballen wärmer halten.

Wurzeln sehen braun-schwarz aus und sind matschig

Ursachen: Wurzelfäulen, Kälte- oder Nässeschaden
Abhilfe: Die kranken Wurzeln mit möglichst viel der umgebenden Erde Den Rest des Ballens Sie in frische Zitruspflanzenerde um, die mit Tongranulaten oder Blähtonkügelchen vermengt wurde, damit die Wurzeln viel Luft bekommen. Je mehr Wurzeln zerstört sind, desto stärker sollten Sie die Krone zurückschneiden. Die Wurzeln regenerieren bei 18-22 °C und Wärme von unten am besten. Die Krone braucht aber volle Sonne. Halten Sie die Erde nur leicht feucht, bis die Pflanze austreibt. Dan kann sie wieder kühler stehen.

Ganze Äste sterben plötzlich ab

Ursache: Zweigsterben, durch eingeschleppten Pilz verursacht.
Abhilfe: Schneiden Sie erkrankte Zweige bis ins gesunde Holz zurück.Achten Sie darauf, dass die Triebe und Blätter nicht im Regen stehen, sondern immer trocken bleiben.

Läuse, Milben und Pilze an Zitruspflanzen

Bräunliche bis gelbliche Buckel oder watteartige weiße Gebilde sitzen an verholzten Trieben, Blattstielen und neben Blattadern.

Ursachen: Schildläuse oder Wollläuse
Abhilfe: Kratzen Sie die Läuse mit dem Fingernagel reiben Sie sie mit einem Tuch ab, das mit warmem Wasser und Spülmittel oder mit 30-40%ige Alkohol (Schnaps oder verdünnter Spiritus) getränkt ist. Sehr große Pflanzen, bei denen Behandlung zu aufwändig ist, spritzen Sie wiederholt mit Rapsölmitteln oder ölhaltigen Neem-Präparaten tropfnass ein.

Grüne Tiere saugen an den jungen Trieben, Blüten und Blättern.

Ursache: Blattläuse
Abhilfe: Mit den Fingern oder feuchten Tüchern abreiben. Bei starkem Befall mit Rapsölmitteln oder ölhaltigen Neem-Präparaten tropfnass einsprühen.

Schwarzer Belag und/oder gummiartige Tropfen kleben auf vielen Blättern und Stängeln

Ursachen: Rußtau-Pilze, die sich auf den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Schild- und Blattläusen ansiedeln. Gummifluss, ausgelöst durch Läusebefall.
Abhilfe: Die Schädlinge suchen und entfernen. Die Beläge und Gummitropfen sehen nicht nur hässlich aus, die verklebten Blätter können keine Fotosynthese betreiben. Deshalb mit in Schnaps oder verdünnten Spiritus (30-40%ig) getauchtem weichen Lappen abreiben. Mausgrauer Schimmel liegt auf Blüten, Früchten oder Zweigen. Ursache: Grauschimmel, begünstigt durch schlechte Belüftung. Abhilfe: Teile Pflanze luftig und sonnig stellen, auslichten.

Erde für Zitruspflanzen: umtopfen und schneiden

Ziehen Sie den Topf vorsichtig von den Wurzeln ab. Diese sollten fest und hell gefärbt sein.

Ist der Ballen stark durchwurzelt, ist es Zeit umtopfen - in ein zwei Finger breiteres Gefäß. Verwenden Sie Zitruspflanzenerde oder nicht zu kalkhaltige Erde, die etwas Lehm enthält.

Tongranulat in der Erde beugt dem Vergilben der Blätter durch Eisenmangel vor.

Bringen Sie die Zitruspflanzen an einem bewölkten Tag ins Freie.

Stellen Sie die Pflanze eine Woche lang an einen warmen, aber halbschattigen Platz oder bedecken Sie die Blätter mit Gemüsevlies, um einem Sonnenbrand vorzubeugen.

Der Rückschnitt sollte vor dem neuen Austrieb erfolgen.

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