Zwetschgen dörren

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Das Trocknen ist eine bewährte und sehr alte Methode, um Zwetschgen haltbar zu machen.

Nach der Qualität von selbst getrockneten Zwetschgen sucht man im Handel vergeblich.

Zwetschgen kann man nicht nur frisch genießen, sondern auch lange nach dem Pflücken. Als Dörrobst sind Zwetschgen nämlich lange haltbar und schmecken fruchtig süß.

Mit einem Dörrapparat geht es am besten, die Früchte lassen sich aber auch gut im Backofen (50 °C) dörren. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmt man einen Holzlöffel zwischen Türe und Ofen.

Die Früchte müssen gut reif sein. Am schnellsten dörren Früchte, die bereits am Baum etwas eingerunzelt sind. Abgefallene Zwetschgen sollte man nicht verwenden, sie neigen wegen der Verkeimung zum Schimmeln.

Das Obst wird gewaschen, anschließend zupft man die Stiele ab, halbiert die Früchte und entkernt sie. Manche Menschen entfernen den Samen erst, nachdem sie die ganzen Früchte eine Weile gedörrt haben, weil sich der Kern dann leichter löst.

Wichtig ist, dass die Früchte nur einlagig ausgebreitet und ab und zu gewendet werden.

Die Zwetschgen sind fertig gedörrt, wenn sie leicht ledrig und nicht mehr klebrig sind. Unvollständig getrocknete Früchte schimmeln nach einiger Zeit.

Das Dörrobst bewahrt man am besten in einem gut verschließbaren Glas auf oder in einer beschichteten und mit Küchenpapier ausgelegten Dose. Die Küche ist als Aufbewahrungsort ungeeignet, da das Trockenobst Feuchtigkeit aus der Luft anzieht und dadurch leicht schimmelt. Regelmäßige Kontrollen verhindern, dass sich unbemerkt die Dörrobstmotte über die Früchte hermacht.

Gedörrte Zwetschgen schmecken fruchtig süß. Sie sind gesund und bringen den Darm auf Trab, doch man sollte nicht zu viel davon essen. Zehn gedörrte Zwetschgen am Tag sorgen für eine gesunde Verdauung.

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