Zwiebelblumen: Nach der Blüte ist vor der Blüte

Zwiebelblumenbeet
Foto: flashpics/stock.adobe.com

Zwiebelblumen malen uns den Frühling in den schönsten Farben aus. Sobald sie welken, heißt es: die nächste Saison vorbereiten.

Der wichtigste Tipp

Im Umgang mit Zwiebelblumen lautet die wichtigste Regel: Lassen Sie das Laub in Ruhe einziehen. Das heißt, die Blätter vergilben zunächst und trocknen schließlich nach und nach ein, erst dann werden sie entfernt. Während dieser Zeit holen sich die Zwiebeln und Knollen nämlich alle Nährstoffe aus den oberirdischen Organen zurück und speichern sie unterirdisch ein, um Energie für den nächsten Neustart zu haben.

Die kleinen Frühlingsboten

  • Kleine Frühlingsboten, wie Winterlinge, Krokusse, Blausternchen, erobern oft Rasenflächen. Warten Sie in solchen Fällen mit der ersten Mahd, bis deren Blätter vergilbt sind. Wer sich am zu langen Rasen stört, lässt zumindest eine Insel um die Zwiebelblümchen stehen.
  • Wo immer kleinzwiebelige Arten verwildern sollen, ist das ungestörte Einziehen besonders wichtig. Die meisten vermehren sich über Tochterzwiebeln, die erst nach der Blüte an den Hauptzwiebeln wachsen. Manche Arten, wie Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Traubenhyazinthen und Wild-Tulpen, säen sich auch über ihre Samen selbst aus. Die Saat braucht nach der Blüte ebenfalls Zeit um auszureifen.
  • Wird der Blumenteppich mit der Zeit zu dicht oder möchte man an anderer Stelle ein paar Tuffs ansiedeln, ist jetzt die beste Zeit zum Teilen und Verpflanzen. Sobald die Blüten welken, die Blätter aber noch grün sind, gräbt man Pflanzenteile aus und vermehrt sie.

Prachtexemplare im Beet

Auch bei den stattlichen Gartensorten von Tulpen und Narzissen muss das Laub einziehen.

  • Man schneidet allerdings die Blütenstängel mit den verwelkten Köpfen ab. Das erspart den Pflanzen den Kraftaufwand für die Samenbildung.
  • Im Beet wirkt das vergilbende Laub zwischen grünenden Stauden oft unschön. Wer das lange schmale Laub der Narzissen zu einem Zopf flechtet, kann es besser zwischen den Nachbarpflanzen verstecken.
  • Die breiten Blätter der Tulpen sind schwerer zu kaschieren. Am besten pflanzt man sie hinter großlaubige Stauden oder folgt einer alten Gärtnertradition und holt die Zwiebeln aus der Erde, um sie an anderer Stelle einziehen zu lassen. Dazu gräbt man in einer ungenutzten Gartenecke eine kleine Furche, legt die Pflanzen hinein und deckt sie mit Erde zu. Alternativ gibt man sie in eine Kiste und bedeckt sie mit Blumenerde. Ist das Laub eingetrocknet, holt man die Zwiebeln heraus, trocknet sie und übersommert sie luftig und kühl.

Weitere Tipps, auch zu Zwiebelblumen im Topf, lesen Sie im Mai-Heft von kraut&rüben. Jetzt am Kiosk!

 

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